Die Welt verändert sich.
Uns fällt auf, dass wir kaum noch zuhören, wenn Unternehmen über sich selbst sprechen. Wir beginnen zu erkennen, dass Märkte aus Menschen bestehen, nicht aus demographischen Daten. Wir fangen an zu verstehen, warum es richtig ist, wenn unser Bauch über unseren Kopf hinweg entscheidet. Wir merken, wie das Internet unser Denken, unser Sprechen und unser Handeln mehr verändert als alles zuvor. Wir sehen natürliche Grenzen verschwinden: geographisch, kulturell, aber auch die zwischen Waren und Dienstleistungen. Wir wollen, dass nicht nur die Produkte, die wir kaufen, gut sind, sondern auch die Unternehmen, die sie anbieten. Wir beobachten erstaunt, wie einige Unternehmen Konventionen missachten und ihre eigenen Regeln aufstellen. Wir wissen, dass sich dies alles auf den Wert von Unternehmen auswirkt. Willkommen in der Welt des Corporate Branding.
Im Herbst 2007 habe ich 'Hubertus von Alvensleben Corporate Branding' gegründet. Zuvor habe ich zehn Jahre für PricewaterhouseCoopers (PwC) gearbeitet. Die letzten drei Jahre als Senior Manager Global Brand & Strategy in der Unternehmenszentrale in New York. In dieser Zeit habe ich gesehen, was ein Unternehmen erreichen kann, wenn es Analyse mit Intuition, Strategie mit Kreativität und Logik mit Emotionalität verbindet. Es entstand etwas, das über das Übliche hinaus ging. Ich habe sehr viel von den visionären und dennoch praktischen Menschen gelernt mit denen ich zusammen arbeiten konnte. Nicht zuletzt die Herangehenweise von Wolff-Olins, die Brandberater von PwC haben mir einen Zugang zu einer neuen Welt verschafft.
Bei PwC ist damals durch das Zutun vieler Menschen etwas Wunderbares entstanden, das bis heute Bestand hat und die einen vermeindlich langweiligen Wirtschaftsprüfer mit 140.000 Mitarbeitern nachhaltig veränderte. Wenn auch weniger in Deutschland, als in der gesamten Welt. PwC Global Brand & Communication in New York und der europäische Marketing & Communications Leader in Paris sind heute Kunden von uns.
Ich habe viele Jahre in Positionen und mit Unternehmen gearbeitet, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Immer zwischen den Welten des Marketing, der Finanzierung und der praktischen Unternehmensführung hin und her wandernd auf der Suche danach, was ein Unternehmen erfolgreich macht:
Ich war "Senior Consultant" in der Unternehmenssanierung (Corporate Finance/Corporate Recovery) von PwC für Verlage, Groß- und Einzelhändler oder Anlagenbauer. In den 90ern war ich Controller bei der 'Beteiligungs Gesellschaft Neue Länder' im Rahmen der Solidarpakt Bankenmillarde der deutschen Privatbanken im Maschinenbau, bei einer Großbäckerei und einer Brauerei. Davor habe ich bei McDonald's eine Franchisenehmerausbildung gemacht, eine Filiale eröffnet und gleichzeitig bei Siemens in der zentralen Finanzabteilung Abwicklungssysteme für Futures, Options und Forward Rate Agreements entwickelt. Schon im Studium an der European Business School in Oestrich-Winkel habe ich unterschiedlichste Unternehmen kennen gelernt, beispielsweise die Absatzfinanzierung von Mercedes-Benz in Frankreich, die Marketingabteilung von Schwarzkopf in Großbritannien. Meine Diplomarbeit war ein klassisches Branding Thema, auch wenn man es damals nicht so genannt hat. Geschrieben für Unilever war nicht-werbliche Kommunikation bei der Einführung von Ökonahrungsmitteln. Das Fazit der Arbeit 1992 war, dass man nicht nur vorgeben soll 'Bio' zu sein. Wer 'Bio' verkaufen möchte, muss glaubhaft versuchen auch selbst 'Bio' seien zu wollen. Das Produkt wurde nicht auf den Markt gebracht. Gut dass Wolff Olins Unilver vor ein paar Jahren überzeugen konnte, dass es doch geht (pdf).
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Clementine Kuckei
Eva Schwarz
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